Nach den vorhandenen schriftlichen Unterlagen hat Eduard Ebner nach vierjähriger ununterbrochener Militärzeit in Bosnien im Jahr 1880/81 zusammen mit dem damaligen Hauptmann, lsidor Schmiedlechner, das Schützenkorps Ebenau und den Militär-Veteranen- und Krieger-Verein gegründet.
Eduard Ebner bekleidete damals die Funktion des Fähnrichs.
Anno 1889 schlossen sich die Veteranen- und Krieger-Vereine der Ortschaften Faistenau, Ebenau und Hintersee zu einem Veteranen-Verein mit Hauptsitz in Faistenau zusammen und beurkundeten dies mit Statuten, die ebenfalls aus dem Jahr 1889 datieren.Dieser Verein diente damals, so sagt es der § 1 der Statuten:Zur wechselseitigen Unterstützung in Krankheits- und Sterbefällen wird von den Militär-Veteranen und Kriegern der drei Gemeinden Ebenau, Faistenau und Hintersee ein Verein gegründet, welcher den Namen "Militär-Veteranen- und Kriegerverein" führt und seinen Sitz in Faistenau hat.
Beitreten können diesem Verein:
a) alle aus dem aktiven Dienste getretenen,
b) alle dauernd beurlaubten Soldaten und
c) alle nicht aktiven Landwehrmänner, wenn ihr Lebenswandel unbescholten ist, dieselben müssen sich jedoch bei der Vorstehung mit legalen militärischen Dienstdokumenten ausweisen.
Zwischen den Jahren 1890 bis zum Jahre 1923 liegen über den Militär-Veteranen und Krieger-Verein keine schriftlichen Unterlagen auf. Die erste Einzahlungsliste datiert aus dem Jahre 1923.Nach Aufzeichnungen des "Uniformierten Schützenkorps“ ist das Schützenkorps gemeinsam mit dem nunmehr benannten Heimkehrerbund erstmals am Fronleichnamstag des Jahres 1927 wieder ausgerückt.
Am 16. August des Jahres 1931 feierten das Schützenkorps und der Heimkehrerbund das 50jährige Bestandsjubiläum.
In der Zwischenkriegszeit wurde auf Vorschlag des damaligen Hauptmannes, Sebastian Schmiedlechner, der Gedenktag für die Gefallenen und toten Kameraden vom Johannestag am 24. Juni auf den ersten Sonntag im Juni verlegt, da an diesem Tag die Bevölkerung eher Zeit fand, bei der Andacht dabei zu sein.
Während des zweiten Weltkrieges waren die Aktivitäten des Schützenkorps und des Heimkehrerbundes äußerst eingeschränkt. Und während dieser Zeit wurde der Heimkehrerbund in "Reichskriegerbund" umbenannt. Erst nach dem zweiten Weltkrieg fand im Jahr 1945 wieder die erste Christbaumfeier und im Jahr 1946 die erste Ausrückung nach Plainfeld statt. Ab diesem Zeitpunkt wurde wieder regelmäßig ausgerückt und im Jahr 1949 die heutige Heimkehrerglocke eingeweiht.
Am 21. Mai 1950 wurde das jetzige Kriegerdenkmal unter Beteiligung aller Vereine feierlich enthüllt. Anlässlich der Ausschusssitzung am 6. Jänner 1953 wurde daran gedacht, den Verein "Heimkehrerbund Ebenau" aufzulösen. Über die tatsächliche Auflösung liegen aber letztendlich keine Unterlagen auf. Am 10. Jänner 1955 wurde unter dem damaligen Obmann, Erasmus Resch, die "Heimkehrerkameradschaft Ebenau“ gegründet. Im Jahr 1963 wurde der Name "Heimkehrerkameradschaft Ebenau“ neuerlich geändert und der Verein nannte sich ab nun Kameradschaftsbund — Kameradschaft Ebenau den er auch bis heute noch trägt.
Die Sinnhaftigkeit dieses Vereines ist entgegen manchmal kolportierter Auflösungsempfehlungen auch in der heutigen Zeit nach wie vor gegeben, da auch beim Bundesheer und durch die vermehrten Auslandseinsätze Kameradinnen nicht vor Unfällen gefeit sind und die Kameradschaft ohne bürokratische Umwege in der Lage ist sofort und unmittelbar zu helfen.






